Herz Jesu Gresaubach

Geschichte der Pfarrei Herz Jesu

wendalinus-kapelle altDie Wendalinuskapelle

Die erste schriftliche Erwähnung einer Kapelle in Gresaubach findet sich im Visitationsprotokoll der Bettinger Pfarrei von 1618.

Als Beschützer des Viehs rief das Volk im Mittelalter den heiligen Wendalinus an. Man verehrte den Heiligen besonders in der Pfingstwoche, gleichzeitig mit dem heiligen Mauritius, dessen Gebeine in Tholey ruhen. Eine Prozession ging, am Mittwoch nach Pfingsten, von Tholey nach St. Wendel. Am ersten Freitag nach Pfingsten führte eine Prozession mit den Reliquien des heiligen Wendalinus von St. Wendel nach Tholey. Da die Geschichte der Pfarrei Bettingen aufs engste mit der Abtei Tholey verbunden war, ist es nicht verwunderlich, dass die Verehrung des heiligen Wendalinus schon früh in der Filiale Gresaubach ihre Anfänge nahm.

Im Visitationsbericht von 1735 wurde die Kapelle nicht mehr erwähnt. Ob die Gresaubacher Bürger, unterstützt vom Bettinger Pastor Reiff, eine neue Kapelle bauten oder die bisherige renovierten, ist nicht genau nachvollziehbar.

Die Einwohner von Gresaubach scheuten allerdings keine Mühe für ihre Kapelle. Aus einem Kreditvorgang vom 27. Juli 1735, dokumentiert durch das Notariat Schaumburg, geht hervor, dass die Einwohner aus Gresaubach der Herzogin von Lothringen (Madame de la Regente) das Wäldchen "Gross Häusgen" für 380 Livres verkauften. Ebenfalls nahmen sie einen Kredit über 50 Solidari auf, für den sie alle zusammen bürgten.

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